Theater Olé: „Und das war erst der Anfang!“
Wiens erstes Clowntheater geht nach fulminantem Start in die nächste Runde.
Die erste Spielzeit des Theater Olé, Wiens kleinem großen Raum für Phantasie, Verrücktheit und Humor ist zu Ende. „Leider!“ kommentiert Direktoriumsmitglied Verena Vondrak, „wir hätten noch monatelang weiterspielen können, aber der Kalender war zu Ende.“
„Macht nichts,“ sagt Ilka Kotal, eine weitere Direktorin des Hauses, „fangen wir eben mit der zweiten Saison an!“
„Oder wir überspringen die zweite und gehen gleich in die dritte!“ schlägt Theaterdirektor Pete Belcher vor. „ Die siebente passt besser zu uns!“ wirft eine weitere Olé-Direktorin, Tanja Simma ein.
Sie sind sich nicht immer einig, die sieben DirektorInnen des Theater Olé, aber mit der Ideenfindung gibt es offenbar keine Probleme.
Seit dem Start am 13.November vergangenen Jahres gingen im einzigen Clowntheater der Stadt sechs Produktionen über die Bühne. „Eigentlich wollten wir nicht so fleißig sein!“ so Direktorin Helga Hutter, „doch wir waren dauernd so gut besucht, dass wir den Leuten auch mal was neues zeigen mussten.“
„Aber keine Angst,“ beruhigt Theaterdirektor Martin Kotal, „wir spielen die alten Sachen selbstverständlich auch weiter!“
Besonders das, - in der neuen Saison ab Oktober wieder am Spielplan stehende - Varieté Olé mit allen sieben DirektorInnen als Mitwirkende hat schon fast so etwas wie Kultstatus erlangt.
Doch in der neuen Saison soll nicht nur das Stammpublikum in den Bann gezogen werden.
Den Auftakt macht neben inländischen Gastpielen die New Yorker physical comedy – Legende Hilary Chaplain mit ihrem weltweit gefeierten Soloprogramm „A Life in her Day“ (10.-12. September).
Der Oktober steht bei den Olés im Zeichen der neuen Eigenproduktion, bei der erneut alle sieben DirektorInnen des Theater Olé auf der Bühne zu erleben sind: „Varieté Olé - Die Zugabe“. Die Proben sind bereits im Gang.
Und wie finanziert sich das? „Von Luft und Liebe“ so Hubertus Zorell, der siebte Direktor im Olé, „Das spürt unser Publikum und darum kommt es! Die öffentliche Hand hat bisher keinerlei Sinn für Humor gezeigt.“
Mir der neuen Spielzeit und ihren internationalen Produktionen zeigt das Theater Olé seinem Publikum, dass Lachen eine universelle Kommunikationsform ist, die die kleine Bühne im dritten Wiener Bezirk zur großen Bühne des Lebens macht.Nach oben
