Ganz ohne Nebenwirkungen: Lachen stärkt Ihre Abwehrkräfte!
Das Theater Olé im Dezember.
Der Winter naht und wie jedes Jahr hat er eine ganze Büchse der Pandora mit
Infekten, Winterdepression oder gar Grippeviren im Gepäck. Allen, die sich
fragen, wie man sich am besten vor dem zwangsweisen Aufenthalt im
Krankenbett oder dem Trübsal-Marathon im großstädtischen Hochnebelwetter
schützt, kann nun geholfen werden: Mit dem Dezember-Programm des Theater Olé
– Wiens größten kleinsten Theater für Clownerie und Schräges. Denn Lachen
stärkt das Immunsystem und macht fit für den Winter. Und das fast ohne
Nebenwirkungen, sieht man von akuten Lachmuskelkrämpfen einmal ab.
Fotocredit: Robert Herbst
An der Wirksamkeit ihrer Immunisierungstherapie der besonderen Art haben die MacherInnen von Olé keinen Zweifel, wie ein Blick auf den Programmkalender beweist:
Mit Hilde Kappes gastiert eine Künstlerin im Theater Olé, der nicht nur musikalische Vielseitigkeit zur kreativen Maxime geworden ist. Musik, Stimme, Bewegung – die Verwandlungskünstlerin Hilde Kappes amalgamiert mit atemberaubender Virtuosität Stile und Befindlichkeiten. Ein Abend mit Suchtpotenzial.
Wo wir gerade bei den Süchten sind: Die seit der Eröffnung des Theater Olé vor etwas mehr als einem Jahr ständig wachsende Gemeinde der Fans des „Variete Olé“ – des ersten Programms mit allen sieben TheaterdirektorInnen – verlangt auch im Dezember nach ihrer hochgeschätzten Dosis Clownerie und Chaos. Und darum gibt sich die Direktion mit Varieté Olé – die Zugabe auch im Dezember die Ehre, die Grandiosität des Scheiterns und die Ästhetik des Misslingens abendfüllend zu zelebrieren.
Von Tugend, Perfektion, Planung des Lebens und des Alltages erzählt Donna Quichotte, die „Heldin von der ritterlich-traurigen Gestalt“. Sie wäre natürlich nicht Donna Quichotte, wenn nicht heroischer Anspruch und Wirklichkeit grotesk auseinanderklaffen würden. Genau dieses Groteske baut Verena Vondrak mit Sensibilität für Zwischentöne und Ambivalenzen zu einem heroischen Kampf gegen die ganz persönlichen Windmühlen ihrer Heldin aus.
Varieté Olé - Die Zugabe
Vor knapp einem Jahr startete das „Theater Olé“ im 3. Wiener Gemeindebezirk
mit einer Darbietung Namens „Varieté Olé“ und eröffnete damit eine kleine
Erfolgsgeschichte. Zu behaupten, dass den 7 DirektorInnen des Etablissements
mit diesem Ihrem ersten Programm rundum alles gelungen ist, wäre wohl rufschädigend.
Denn es handelt sich bei den glorreichen Sieben um clowneske Figuren, um
Virtuosen des Scheiterns, und als solche ist ihnen im Gegenteil rund um
alles misslungen – dies aber auf die hinreißendste und vergnüglichste Art
und Weise. Beklagenswert war und ist allerdings, dass die Sieben trotz heftigster
und hartnäckigster Beifallsbekundungen von Seiten des Publikums am Ende
niemals zu einer Zugabe zu bewegen waren. Diesen unverzeilichen Fehler scheint
das „Theater Olé“ nun offenbar wieder gutzumachen zu wollen – und zwar mit
einem ganzen Zugaben Programm: „Varieté Olé – Die Zugabe“. Wieder stehen
alle sieben DirektorInnen auf der Bühne. Wieder sprühen sie vor Ideen. Wieder
haben sie die höchstfliegendsten Absichten und Pläne. Und selbstverständlich
werden sie wieder scheitern. Doch WIE sie das tun, diese sieben so unterschiedlichen
Clowns, ist jedenfalls ein Erlebnis, das man unter keinen Umständen versäumen
sollte.
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