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Lachen ist, sagt der Philosoph und Sprachkünstler Friedrich Nietzsche, eine "Kunst“. Das klingt vielleicht ein bisschen befremdlich. Lachen, denken wir, können schließlich fast ALLE, und was fast alle können, ist keine KUNST, denn Kunst ist etwas, was man LERNEN muss!

Aber es kommt NOCH befremdlicher. Denn Nietzsche bezeichnet das Lachen sogar als "eine ERNSTE Kunst“- was nun endgültig so etwas wie ein Widerspruch in sich selber ist! Entweder eine Person LACHT, dann ist sie nicht ERNST, oder sie ist ERNST, dann LACHT sie nicht! Beides gleichzeitig GEHT nicht!

"DOCH, ES GEHT!“, scheint Nietzsche zu denken. Ganz offenbar meint er, dass es sich lohnt, am Lachen zu ARBEITEN. Lachen zu LERNEN. In einem kritischen Prozess die Qualität des Lachens zu VERBESSERN. Zu verfeinern. Zu erhöhen. Es aus dem, was ALLE können, HERAUSZUHEBEN. Eben eine KUNST daraus zu machen.

Naja! Aber wie soll das passieren? Was für ein Lachen soll´s denn sein? Woran merkt man, welches Lachen das künstlerisch wertvolle ist und welches nicht? Sind diejenigen, die behaupten, am Lachen GEARBEITET, es GELERNT zu haben, dann automatisch die BESSEREN Lacher? Und gibt es etwa auch Lach-GENIES? HOCHBEGABTE Lacher, die überhaupt nicht arbeiten MÜSSEN, weil sie es einfach von vornherein so super KÖNNEN? Und zwar BESSER können als die, die es auf der Akademie oder Universität oder weiß der Teufel wo GELERNT haben? Wo sind die Qualitäts-Kriterien? Wo ist der MAßSTAB?

Nietzsche würde vielleicht antworten: "Ist ja gut, beruhige dich! SO WAHNSINNIG ERNST hab ich´s auch wieder nicht gemeint!“ Aber apropos Qualitäts-Kriterien: darüber macht er sich tatsächlich Gedanken. Das Ergebnis ist EMOTION! Er sagt: beim Lachen und Scherzen muss die Zündung IM HERZEN passieren. Nicht im Kopf. Zum guten Lachen gehört Leidenschaft. Wer wirklich gut lachen will, muss für etwas BRENNEN.
Interessant. Darüber kann man ja doch mal nachdenken.

"Eine ernste Kunst ist Lachen:
soll ich's morgen besser machen,
sagt mir: macht ich's heute gut?
Kam der Funke stets vom Herzen?
Wenig taugt der Kopf zum Scherzen,
glüht im Herzen nicht die Glut.“

In diesem Sinne wünschen wir einen wirklich lächerlichen April!
 
Ihr THEATER OLÉ (hz)


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